Über mich

Seit meiner Geburt im Jahre 1976 bin ich eigentlich stark vorbelastet was Messer angeht. Da mein Vater Messerschmied ist, war es für mich immer unverständlich, warum die Tischmesser der Eltern meiner Freunde immer so stumpf waren wenn ich zum Essen blieb. Stumpfe Messer kannte ich nur von “den anderen”…
Nach meiner Schulzeit begann ich 1993 meine Lehrzeit zum Schneidwerkzeugmechaniker, so heisst der Beruf des Messerschmiedes nach einer Neuregelung des Berufsbildes heute. Nach der regulären Ausbildungsdauer von 42 Monaten konnte ich meine praktische Gesellenprüfung mit einem traumhaften Ergebnis von 100% der erreichbaren Punktzahl bestehen. Mit diesem Ergebnis in der Tasche nahm ich erst am Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend in Schleswig Holstein teil. Hier konnte ich den ersten Platz belegen und nahm danach am Bundeswettbewerb teil. Auch bei diesem Wettkampf erreichte ich den ersten Platz und wurde damit in das Begabtenförderungsprogramm der BRD aufgenommen und mit einem Stipendium belohnt.

Mit diesem Stipendium besuchte ich zwischen 2001 und 2003 Vorbereitungskurse für die vier Meisterprüfungsfächer. Auch bei diesen Prüfungen konnte ich am Ende als einer der besten deutschen Schneidwerkzeugmechanikermeister abschneiden und wurde mit dem Meisterpreis des Freistaates Bayern belohnt. Die Fachschule in der ich die letzten beiden Teile der Meisterprüfung abgelegt habe, liegt in Unterfranken, in Bad-Neustadt an der Saale.
Erst im Jahre 2003 kam ich vom Schärfen zum Messermachen. Ich wollte ein wenig zurück zu den Wurzeln meines Berufes, da durch immer kleinere Toleranzvorgaben immer mehr Computersteuerung nötig ist.

Messer sind meine Leidenschaft. Messermachen ist für mich ein Ausgleich zum hochtechnisierten Arbeitsgebiet eines Schneidwerkzeugmechanikers. Seitdem ich anfing, Messer herzustellen, lerne ich ständig neue Dinge über Stähle, Griffmaterialien und die Bearbeitung dieser Werkstoffe.

